Landesweiter “Warntag” wird abgesagt

Überregional

Der für den 10. März geplante landesweite Sirenenprobealarm wird nicht stattfinden. Das hat der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen Herbert Reul in einem Erlass mitgeteilt.

Grund ist die Invasion der Russischen Föderation in die Ukraine: “Mit der neuen Realität eines russischen Angriffskrieges auf ein souveränes und friedliches Land müssen wir nun auf zahlreichen Ebenen von Politik und Verwaltung in Bund und Ländern angemessen umgehen und prüfen, ob bestimmte Prozesse aktuell wie geplant durchgeführt werden können,” heißt es in der Mitteilung des Innenministers.
Der landesweite Warntag dient der technischen Überprüfung der Warnmedien und soll die Bevölkerung sensibilisieren, im Einsatzfall richtig und zielgerichtet zu reagieren. Ganz wichtig ist dabei die Informationsweitergabe an die Bevölkerung, um das weitere Verhalten zentral steuern zu können. Aufforderungen, Fenster und Türen zu schließen und sich nicht im Freien aufzuhalten, sind bekannte Warnmeldungen. Ebenfalls kann vor dem Verzehr bestimmter Lebensmittel gewarnt werden. Die Warnung der Bevölkerung ist darauf ausgelegt, auch bei längeren, flächendeckenden Stromausfällen ihre Wirkung zu entfalten.
Das Innenministerium bittet auf lokale Sirenenprobealarme am 10. März 2022 zu verzichten, da “bei Durchführung eine starke Verunsicherung der Bevölkerung oder sogar Fehlinterpretation die Folge sein könnten. Angesichts der bereits bestehenden und vollkommen nachvollziehbaren Ängste vieler Bürgerinnen und Bürger sollte dies unbedingt vermieden werden”, teilt Innenminister Herbert Reul mit.

Quelle: OTS