Kreis Mettmann | Betrunkener Fahrer rast mit 160 km/h durch drei Städte im Kreis

Polizei Mettmann

In der Nacht zu Mittwoch (2. März 2022) ist ein 26 Jahre junger Mann aus Heiligenhaus im betrunkenen Zustand mit seinem BMW durch Heiligenhaus, Ratingen und Wülfrath gerast, eher er an der Flandersbacher Straße in Wülfrath mit einem Verkehrsschild zusammenprallte und von der Straße abkam.

Der Mann hatte Glück im Unglück und wurde nur leicht verletzt.

Folgendes war geschehen:

Gegen 1:30 Uhr meldete sich ein Zeuge telefonisch bei der Polizei. Der Mann schilderte, dass gerade zwei augenscheinlich betrunkene junge Männer mit einem BMW auf ein Tankstellengelände an der Brachter Straße in Ratingen-Homberg vorgefahren seien und an die Scheiben der Tankstelle gespuckt hätten. Anschließend sei das Duo mit erhöhter Geschwindigkeit davon gefahren. Da der Zeuge den Polizeibeamten auch gleich noch das Kennzeichen des BMW durchgab, konnte die Polizei so Ermittlungen an der Halteranschrift des Fahrzeugführers in Heiligenhaus durchführen.

Als die Beamten auf der Anfahrt zum Wohnort des Beschuldigten waren, kam ihnen der in Rede stehende BMW – mit nur einer Person im Fahrzeug – auf der Heiligenhauser Straße mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit entgegen. Daraufhin wendeten die Beamten ihren Wagen und versuchten, den Fahrer des BMW einzuholen, der nun in Richtung Wülfrath unterwegs war. Hierbei beschleunigte der BMW-Fahrer auf eine Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde, sodass die Polizeibeamten dem Fahrer zunächst nicht mehr folgen konnten und ihn aus den Augen verloren.

Im Rahmen der weiteren Fahndung konnte der BMW jedoch kurz darauf an der Straße “Flandersbach” in Wülfrath verunfallt in einer Hecke auf einem Baumstumpf in einem Grünstreifen aufgefunden werden. Augenscheinlich hatte der Fahrer bei seiner Flucht vor der Polizei die Kontrolle über seinen BMW verloren, war gegen ein Verkehrsschild gefahren und war so von der Straße abgekommen. Er verstecke sich anschließend auf einem nahegelegenen Garagenhof, wo die Polizisten den Mann aber letztendlich finden konnten.

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Polizisten fest, dass es sich bei dem Fahrer um einen 26-jährigen Heiligenhauser handelte, der augenscheinlich unter erheblichem Alkoholeinfluss stand. Ein noch vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille (0,8 mg/l). Er war bei seinem Unfall nur leicht verletzt worden. Unbeteiligte Dritte waren bei der Fahrt nach Erkenntnissen der Polizei nicht gefährdet worden.

Die Konsequenzen:

Der Mann wurde zunächst vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, wo gleich auch noch zur weiteren Beweisführung eine Blutprobe zur Dokumentation seiner Alkoholisierung entnommen wurde. Anschließend durfte der Mann das Krankenhaus wieder verlassen. Da der 26-Jährige keinen Führerschein mit sich führte, konnte dieser vor Ort nicht direkt beschlagnahmt werden, allerdings wurde hierzu ein entsprechender Bericht mit dem Ziel der Einziehung des Führerscheins an das Straßenverkehrsamt verfasst. Zudem wurden gegen den Mann gleich mehrere Strafverfahren (Trunkenheit am Steuer, Unfallflucht, grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fahren) eingeleitet. Insgesamt schätzt die Polizei den bei dem Unfall entstandenen Sachschaden auf eine Summe von rund 10.000 Euro.

Quelle: OTS